Словесность

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"Сетевой Словесности":
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Окунаюсь, как в солнце, в степной океан... Стихи ногайских поэтов в переводах Миясат Муслимовой
Татьяна Горохова. Фиджи-тайм. Повесть
Георгий Жердев, ChatGPT и Google Gemini. Серо-голубое. Рассказ
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Андрей Вл. Яковлев. Далёкая и близкая Сибирь. Рассказ
Станислав Минаков. Ты будешь вновь живым... О стихах Ларисы Шушуновой
Кристина Папрецките. Расстояние к времени. О поэзии Бориса Фабриканта
Литературные хроники: Владимир Буев. Колыбельная нерождённому брату.


   
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Словесность


Bertolt Brecht
Geschichten vom Herrn K



Mühsal der Besten

"Woran arbeiten Sie?" wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete:

"Ich habe viel Mühe, ich bereite meinen nächsten Irrtum vor."



Maßnahmen gegen die Gewalt

Als Herr Keuner, der Denkende, sich in einem Saale vor vielen gegen die Gewalt aussprach, merkte er, wie die Leute vor ihm zurückwichen und weggingen. Er blickte sich um und sah hinter sich stehen - die Gewalt. "Was sagtest du?" fragte ihn die Gewalt. "Ich sprach mich für die Gewalt aus", antwortete Herr Keuner.

Als Herr Keuner weggegangen war, fragten ihn seine Schüler nach seinem Rückgrat. Herr Keuner antwortete: "Ich habe kein Rückgrat zum Zerschlagen. Gerade ich muß länger leben als die Gewalt." Und Herr Keuner erzählte folgende Geschichte:

In die Wohnung des Herrn Egge, der gelernt hatte, nein zu sagen, kam eines Tages in der Zeit der Illegalität ein Agent, der zeigte einen Schein vor, welcher ausgestellt war im Namen derer, die die Stadt beherrschten, und auf dem Stand, daß ihm gehören soll jede Wohnung, in die er seinen Fuß setzte, ebenso sollte ihm auch jedes Essen gehören, das er verlange; ebenso sollte ihm auch jeder Mann dienen, den er sähe.

Der Agent setzte sich in einen Stuhl, verlangte Essen, wusch sich, legte sich nieder und fragte mit dem Gesicht zur Wand vor dem Einschlafen: "Wirst du mir dienen?"

Herr Egge deckte ihn mit einer Decke zu, vertrieb die Fliegen, bewachte seinen Schlaf, und wie an diesem Tage gehorchte er ihm sieben Jahre lang. Aber was immer er für ihn tat, eines zu tun hütete er sich wohl: das war, ein Wort zu sagen.

Als nun die sieben Jahre herum waren und der Agent dick geworden war vom vielen Essen, Schlafen und Befehlen, starb der Agent.

Da wickelte ihn Herr Egge in die verdorbene Decke, schleifte ihn aus dem Haus, wusch das Lager, tünchte die Wände ,atmete auf und antwortete: "Nein."



Die Frage, ob es einen Gott gibt

Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: " Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann könnten wir die Frage fallenlassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so behilflich sein, daß ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott."



Der hilflose Knabe

Herr K. sprach über die Unart, erlittenes Unrecht stillschweigend in sich hineinzufressen, und erzählte folgende Geschichte: "Einen vor sich hin weinenden Jungen fragte ein Vorübergehender nach dem Grund seines Kummers. "Ich hatte zwei Groschen für das Kino beisammen", sagte der Knabe, "da kam ein Junge und riß mir einen aus der Hand", und er zeigte auf einen Jungen, der in einiger Entfernung zu sehen war. "Hast du denn nicht um Hilfe geschrien?" fragte der Mann.

"Doch", sagte der Junge und schluchzte ein wenig stärker. "Hat dich niemand gehört?" fragte ihn der Mann weiter, ihn liebevoll streichelnd. "Nein", schluchzte der Junge. "Kannst du denn nicht lauter schreien?" fragte der Mann. "Nein", sagte der Junge und blickte ihn mit neuer Hoffnung an. Denn der Mann lächelte. "Dann gib auch den her", sagte er, nahm ihm den letzten Groschen aus der Hand und ging unbekümmert weiter."



[Herr Keuner und die Zeichnung seiner Nichte]

Herr Keuner sah sich die Zeichnung seiner kleinen Nichte an. Sie stellte ein Huhn dar, das ueber einen Hof flog. "Warum hat dein Huhn eigentlich drei Beine?" fragte Herr Keuner. "Huehner koennen doch nicht fliegen", sagte die kleine Kuenstlerin," und darum brauchte ich ein drittes Bein zum Abstossen."

"Ich bin froh, dass ich gefragt habe", sagte Herr Keuner.



Zwei Staedte

Herr K. zog die Stadt B der Stadt A vor. "In der Stadt A", sagte er, "liebt man mich; aber in der Stadt B war man zu mir freundlich. In der Stadt A machte man sich mir nuetzlich; aber in der Stadt B brauchte man mich. In der Stadt A bat man mich an den Tisch, aber in der Stadt B bat man mich in die Kueche."



Organisation

Herr K. sagte einmal: "Der Denkende benuetzt kein Licht zuviel, kein Stueck Brot zuviel, keinen Gedanken zuviel."







НОВИНКИ "СЕТЕВОЙ СЛОВЕСНОСТИ"
Миясат Муслимова. Окунаюсь, как в солнце, в степной океан.... Стихи ногайских поэтов. [Стихи ногайских поэтов Салимет Майлыбаевой, Зухры Булгаровой, Исы Капаева и Кельдихан Кумратовой в переводах на русский язык.] Андрей Вл. Яковлев. Далёкая и близкая Сибирь. Рассказ. [Весь полёт улыбка не сходила с лица Николая. Он осознавал, что летел в другую часть Земли для того, чтобы сделать счастливой одну маленькую девчушку....] Станислав Минаков. Ты будешь вновь живым... Статья. [Петербурженка Лариса Шушунова о Русской весне и СВО написала два цикла стихотворений, оба трагичны, посвящены двум погибшим её друзьям, воинам...] Кристина Папрецките. Расстояние к времени (О поэзии Бориса Фабриканта). Статья. [Читая стихи Бориса Фабриканта, встречаешься с лирическим героем, который не просто живет на стыке прошлого, настоящего и будущего, как и все мы,...] Борис Фабрикант. Между небом. [Мне б сестру, чтоб крапивной рубахой / Превратила друзей в лебедей. / Мы б летали по небу без страха / И спасали убитых людей...] Сергей Ворошилов. Пью воздух в пору листопада... [Грусти легко, когда по пожням, / среди пылающих осин, / тоской вплетаясь в бездорожье, / звучит гусиный клавесин...] Татьяна Горохова. Фиджи-тайм. Повесть. [Мы замерзли в России, Россия нас заморозила. Поехали туда, где каждый день плюс 36, где цветы зацветают и опадают и снова зацветают за один день...] Айдар Сахибзадинов. Эндокринка и Спасти врага. Рассказы. [Когда целуются, стоя посреди зала, видят свои отражения в зеркалах во множественном числе. Во множественном счастье. И в мире, наверное, нет семьи...] Георгий Жердев, ChatGPT и Google Gemini. Серо-голубое. Рассказ. [Рассказ написан в соавторстве с ChatGPT и Google Gemini. Музыка: ГигаЧат. Иллюстрация: ChatGPT.] Литературные хроники: Владимир Буев. Колыбельная нерождённому брату. [Презентация книги стихов поэта, музыканта и художника Сергея Криницына "Колыбельная нерождённому брату" в рамках арт-проекта "Бегемот Внутри".] Исмаил Бейтуганов. Жить без помарок. Стихи в переводах Валерия Латынина и Нины Поповой. [Предательства от близких не терплю, / Прощает разум, сердце не прощает, / Когда кого-то искренне люблю, / То горевать оно не прекращает.] Татьяна Парсанова. Между строчек о любви... [Жизнь – это долго. Лететь на волне азарта, / В переплетенье земных и небесных трасс. / Жизнь – это быстро. И нет ни вчера, ни завтра. / Есть...]
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